KI-Sitzungsgedächtnis
AI Session Memory bezieht sich auf den Mechanismus, durch den ein künstliche Intelligenzsystem, insbesondere ein Gesprächsagent oder Chatbot, Informationen aus früheren Gesprächsabschnitten innerhalb einer einzigen, fortlaufenden Benutzerinteraktion oder „Sitzung“ speichert und nutzt. Anstatt jede Benutzereingabe als eine völlig isolierte Abfrage zu behandeln, ermöglicht das Gedächtnis der KI, ein kontextuelles Verständnis des Gesprächsverlaufs, der Benutzerpräferenzen und der angegebenen Ziele aufzubauen.
Ohne Sitzungsgedächtnis sind KI-Interaktionen von Natur aus zustandslos. Das bedeutet, dass die KI alles vergisst, was Sie vor zwei Sätzen gesagt haben, was zu frustrierenden, repetitiven und unnatürlichen Gesprächen führt. Sitzungsgedächtnis ist entscheidend, weil es der KI ermöglicht, relevante, kohärente und personalisierte Antworten zu geben und die Interaktion von einfachen Fragen und Antworten zu einem echten Dialog zu entwickeln.
Technisch wird Sitzungsgedächtnis oft dadurch implementiert, dass eine Historie des Gesprächs (die Prompt-Historie) bei jeder neuen Benutzereingabe an das Large Language Model (LLM) übergeben wird. Diese Historie dient als „Kontextfenster“. Fortschrittliche Systeme können Vektordatenbanken oder spezialisierte Gedächtnismodule verwenden, um nur die relevantesten vergangenen Informationen zusammenzufassen oder abzurufen, wodurch verhindert wird, dass das Kontextfenster zu groß und zu teuer in der Verarbeitung wird.
Verwandte Konzepte sind Kontextfenster, Prompt Engineering, Zustandsverwaltung und Retrieval-Augmented Generation (RAG).