Erweitertes Modell
Ein erweitertes Modell (Augmented Model) bezeichnet ein künstliche Intelligenz-System oder ein Basismodell (wie ein LLM), das mit externen, dynamischen oder proprietären Wissensquellen angereichert oder ergänzt wurde, die über seine ursprünglichen Trainingsdaten hinausgehen. Anstatt sich ausschließlich auf die während des Vortrainings erlernten Muster zu verlassen, ruft das Modell aktiv Echtzeit- oder spezifischen Kontext ab, verarbeitet ihn und integriert ihn, um genauere, relevantere und fundiertere Ergebnisse zu generieren.
Herkömmliche Modelle leiden unter Wissensgrenzen und Halluzinationen – sie generieren plausible, aber falsche Informationen. Die Erweiterung adressiert diese Einschränkungen direkt. Indem das Modell mit überprüfbaren, aktuellen externen Daten fundiert wird, können Unternehmen KI einsetzen, die vertrauenswürdig, kontextsensitiv und auf ihre spezifischen betrieblichen Anforderungen zugeschnitten ist.
Der Kernmechanismus beinhaltet oft die Retrieval-Augmented Generation (RAG). Wenn ein Benutzer eine Abfrage sendet, fragt das System zunächst eine spezialisierte Wissensdatenbank ab (z. B. interne Dokumente, Datenbanken, Live-APIs). Die abgerufenen, relevanten Informationsausschnitte werden dann als Teil des Prompt-Kontextes an das Kernsprachenmodell übergeben. Das Modell nutzt diesen bereitgestellten Kontext, um seine Antwort zu formulieren und somit sein inhärentes Wissen effektiv zu „erweitern“.
Vektordatenbanken, Retrieval-Augmented Generation (RAG), Fine-Tuning, Knowledge Graph Integration