Eingebetteter Evaluator
Ein eingebetteter Evaluator (Embedded Evaluator) ist eine Komponente, die direkt in eine KI- oder Machine-Learning-Pipeline integriert ist. Im Gegensatz zu externen, nachträglichen Test-Suiten bewertet ein eingebetteter Evaluator die Leistung, Qualität oder Einhaltung von Einschränkungen eines Modells oder Agenten während seines Betriebs oder seines Generierungsprozesses. Er fungiert als internes Qualitätstor.
Bei komplexen Echtzeitanwendungen ist es nicht ausreichend, auf einen Stapeltestlauf zu warten. Eingebettete Evaluatoren ermöglichen eine kontinuierliche Validierung und stellen sicher, dass die KI-Ausgabe relevant, sicher und genau bleibt, während sie mit Live-Daten oder Benutzern interagiert. Dies verschiebt die Qualitätssicherung in den frühen Entwicklungszyklus.
Diese Evaluatoren arbeiten, indem sie vordefinierte Metriken oder spezialisierte Modelle auf die Live-Ausgabe anwenden. Bei generativer KI kann dies die Überprüfung auf sachliche Konsistenz, Toxizität oder die Einhaltung eines bestimmten Tons beinhalten. Bei Entscheidungsagenten kann es darum gehen, zu überprüfen, ob die gewählte Aktion mit dem anfänglichen Zielzustand übereinstimmt. Die Evaluationslogik ist eng mit der Ausführungsumgebung gekoppelt.
Dieses Konzept steht in enger Beziehung zum Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF), zu automatisierten Test-Frameworks und zur Implementierung von Schutzgittern (Guardrails) in großen Sprachmodellen (LLMs).