Hybride Plattform
Eine Hybridplattform bezeichnet eine integrierte Umgebung, die zwei oder mehr unterschiedliche Rechenumgebungen kombiniert, meist indem sie On-Premise-Infrastruktur (lokal) mit öffentlichen oder privaten Cloud-Diensten verknüpft. Es handelt sich nicht um eine einzelne Software, sondern um eine architektonische Strategie, die es ermöglicht, Daten und Anwendungen nahtlos zwischen diesen unterschiedlichen Standorten zu verschieben und dabei einheitliche Verwaltungs- und Sicherheitsprotokolle beizubehalten.
In der heutigen komplexen digitalen Landschaft erfüllt kein einzelnes Infrastrukturmodell jeden Geschäftsbedarf. Ein hybrider Ansatz ermöglicht es Organisationen, die Kontrolle und Sicherheit ihrer privaten Rechenzentren für sensible Workloads zu nutzen und gleichzeitig von der Skalierbarkeit, Elastizität und globalen Reichweite öffentlicher Clouds zu profitieren. Diese Flexibilität ist entscheidend, um unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen und schwankenden betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Funktionalität basiert auf einer robusten Konnektivität, oft über dedizierte Netzwerklinks und standardisierte APIs. Die Plattform muss Orchestrierungswerkzeuge bieten, die es IT-Teams ermöglichen, Workloads – wie containerisierte Anwendungen oder virtuelle Maschinen – so zu verwalten, als würden sie auf einem einzigen, kohärenten System laufen, unabhängig davon, ob die zugrunde liegende Hardware lokal oder remote ist.
Dieses Konzept steht in enger Beziehung zu Multi-Cloud-Strategien (Nutzung mehrerer öffentlicher Clouds) und Edge Computing (Verarbeitung von Daten näher an der Quelle).